Dorheim

 

Einsatzabteilung:

Zurzeit versehen ca. 32 Feuerwehrfrauen und -männer Ihren Dienst in der Einsatzabteilung unter der Leitung von Wehrführer Jochen Redetzky und dessen Stellvertreter Markus Strack.

Der größte Teil der Einsatzkräfte ist zwischen 25 und 50 Jahren alt und die meisten waren schon in der Jugendfeuerwehr aktiv. Die Ausbildung auf Standortebene, wird fast ausschließlich von Mitgliedern des Feuerwehrausschusses vorgenommen.

Jährlich wird die Freiwillige Feuerwehr Friedberg Dorheim etwa zu 15 – 25 Einsätzen gerufen. Hierbei müssen dann die in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten der Feuerwehrleute rasch und präzise zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt werden.

Jugendfeuerwehr:

Der Dienst in der Jugendfeuerwehr setzt sich nicht nur aus feuerwehrtechnischer Ausbildung zusammen, sondern legt genauso viel Wert auf Sport, Schwimmen, Kegeln, Videoabende und gemeinsame Ausflüge. Fast jedes Jahr wird im Sommer ein mehrtägiges Zeltlager angeboten, welches immer auf reges Interesse bei den Jugendlichen stößt. Genauso ist die Teilnahme am Feuerwehrtechnischen Wettkanmpf der Jugendfeuerwehren der Stadt Friedberg/Hessen ein fester Bestandteil des Jahresablaufs.

Die Leitung der Jugendfeuerwehr liegt momentan in den Händen von Jugendfeuerwehrwart Philipp Hankel.

 

Geschichtliches…

Seit dem späten 16. Jahrhundert lassen sich herrschaftliche Feuerordnungen und Sicherheitsmaßregeln zur Vermeidung und Bekämpfung von Schadensfeuern in Dorheim dokumentieren. Es galt bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts die detailliert festgesetzte Hessen-Hanauische Feuerordnung von 1773, nach derer neue Gebäude aus Stein samt Brandmauern zu errichten waren, regelmäßiges Kaminfegen angeordnet wurde und Strohdächer abgeschafft werden mussten.

1823 wurde in Dorheim eine große Spritze erwähnt, die sich in gutem Zustand befand. 1852 schaffte die Gemeinde schließlich eine zweite Spritze an, die ähnlich wie die Erste im Spritzenhaus am Marktplatz untergebracht wurde.

1890 wurde durch die Regierung des Großherzogtums Hessen, zu dem der nun kurhessische Ort Dorheim zählte, eine für das gesamte Staatsgebiet gültige ,,Landesfeuerlöschordnung“ erlassen. Alle bis dahin bestehende Regelungen wurden gebündelt und aktualisiert.  Den Landgemeinden wurden die Schaffung von freiwilligen Feuerwehren ermöglicht. In den meisten Wetterauer Ortschaften aber wurden freiwillige Wehren erst um 1930, bei der Auflösung der Pflichtfeuerwehren eingerichtet. In Dorheim somit im Jahre 1934.

Als erster Wehrführer trat Ernst Marloff in Erscheinen. Zu seinem Stellvertreter wurde Wilhelm Heinrich Schutt ernannt. 1936 wurde eine zweite Motorspritze angeschafft (Die erste war schon seit 1931 in Betrieb).

Gegen Ende des zweiten Weltkrieges wurden Dorheimer Feuerwehrleute nach Bombenangriffen sogar  in Städten der Umgebung eingesetzt, so u.a. mehrfach in Frankfurt, Friedberg und Bad Nauheim.  1945 war von durchmarschierenden Einheiten der Wehrmacht ein Feuerwehrfahrzeug mit Anhänger in Dorheim zurückgelassen worden.  Letzterer wurde noch bis 1970 im Einsatz verwendet.

Nach dem zweiten Weltkrieg dauert es einige Jahre, bis die Feuerwehr wieder Zulauf fand. Es wurde zwischenzeitlich sogar die Notwendigkeit der Wiedereinführung der Pflichtfeuerwehr besprochen. Nachdem 1952 aber Bürgermeister Gottfried Rack und Altbürgermeister Georg Bauschmann in einer Versammlung dringlich an Dorheims Jugend appellierten der Feuerwehr beizutreten, fanden sich glücklicherweise Acht junge Männer unter den Anwesenden, die sich verpflichteten und den Einsatzdienst aufnahmen. Ab dieser Zeit fand die Freiwillige Feuerwehr Dorheim einen Aufschwung zur vollen Einsatzfähigkeit und Schlagkraft zurück.

1954 konnte die Dorheimer Feuerwehr im Zuge ihres Festes zum 20-jährigen Jubiläum, die Anschaffung einer TS-8-Motorspritze beschließen.

1971 wurde es durch die noch selbstständige Gemeinde Dorheim möglich ein LF 8 anzuschaffen.  Damit verbunden war der Bau und Einzug in ein neues Gerätehaus in der Schulstraße. Hierbei handelte es sich aber eigentlich um eine Garage mit kleinem Anbau.

1974 übernahm der Landwirt Dieter Kaffenberger das Amt des Wehrführers. Im gleichen Jahr wurde eine Jugendfeuerwehr mit zunächst 11 Jugendlichen gegründet, die am Anfang von Eduard Knecht und Dieter Hein betreut und geleitet wurde.

1990 bezog die Feuerwehr Dorheim ihr neues Gerätehaus im alten Bahnhofsgebäude. Die bis dahin bestehenden Platzprobleme konnten somit beseitigt werden. Den Erfordernissen eines modernen Feuerwehrstützpunktes ist man seitdem mit einer Fahrzeughalle, einer Werkstatt, einem Büro und Ausbildungsräumen gerecht geworden.

1994 übernahm Walter Eißner das Amt des Wehrführers. Im Januar 1998 erhielt die Feuerwehr dann, dass bei vielen Wehren weit verbreitete Löschgruppenfahrzeug 8/6.

1999 erfolgte die Wahl von Andreas Veith zum neuen Wehrführer. Im Jahre 2002 ging mit der in Dienststellung des neuen Mannschaftstransportwagens (VW-Bus LT 35) ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

Im Jahre 2009 feierte die Freiwillige Feuerwehr Dorheim im großen Rahmen, ihr 75-jähriges Jubiläum am Feuerwehrgerätehaus am Bahnhof. Über 4 Tage strömten Feuerwehrleute und Gäste aus nah und fern ins Festzelt vor der Fahrzeughalle, um das 75-jährige Bestehen der Dorheimer Wehr ausgelassen zu feiern.

Nachdem 2013 die Trennung von öffentlich-rechtlicher Wehr und Verein beschlossen wurde, kam es an der Jahreshauptversammlung im Jahre 2014 zu Neuwahlen von Feuerwehrausschuss und Vereinsvorstand. Jochen Redetzky übernahm das Amt des Wehrführers, sein Stellvertreter wurde Markus Strack.

Eine weitere Neuerung im Jahre 2014 war das allradbetriebene Löschgruppenfahrzeug 10/6, welches für das bestehende LF 8/6 aus der Kernstadt nach Dorheim versetzt wurde, um die Leistungsbereitschaft der Wehr noch weiter zu steigern.

Nach einer Amtsperiode von 5 Jahren kam es im Jahre 2019 turnusmäßig zu erneuten Wahlen von Feuerwehrausschuss und Vereinsvorstand.

Beide Gremien setzen sich mittlerweile folgendermaßen zusammen:

Feuerwehrausschuss

  • Jochen Redetzky (Wehrführer)
  • Markus Strack (stv. Wehrführer)
  • Kevin Schwefel (Gruppenführer)
  • Jörg Redetzky (Gruppenführer)
  • David Ditschler (Gerätewart)
  • Philipp Hankel (Jugendwart)
  • Dieter Steinberg (Ehren- und Altersabteilung)

Vereinsvorstand

  • Axel Pabst (1. Vorsitzender)
  • Thorsten Hankel (2. Vorsitzender)
  • Mark Olthoff (Schriftführer)
  • Jan Steinwachs (Kassenwart)
  • Kevin Schwefel (Pressewart)
  • Holger Pabst (Beisitzer)
  • Bianca Hofmann (Beisitzerin)
  • Lukas Schmidt (Beisitzer)
  • Rainer Anthes (Beisitzer passiv)
  • Jochen Redetzky (Wehrführer)
  • Markus Strack (stv. Wehrführer)